Neunutzung

Atelierkeller

Neunutzung Atelierkeller Untermarkersdorf (c) Pamela Schmatz

Historische Presshäuser, zeitgenössisch interpretiert

Der österreichische Architekt Carl Pruscha hat mehrere Weinviertler Presshäuser zu Ateliers umgestaltet. Gefolgt ist er dabei stets demselben Prinzip: die Schlichtheit der Architektur fortsetzen. „Ich habe die Häuschen sehr roh und einfach belassen.“ Der größte Eingriff war bei allen Projekten der Einbau der Sanitäranlagen. Manche der Presshäuser verfügen zusätzlich über eine kleine Küche. Die Basis, um sie fürs Arbeiten zu nutzen. So wie Künstlerin Eva Schlegel, die in ihr Weinviertler Presshaus kommt, um mit ihrem Team neue Projekte zu entwickeln. „Fernab der Stadt und ihren Ablenkungen bringt dieses Ambiente eine besondere Qualität mit sich“, so Carl Pruscha.

Was auf den ersten Blick unsichtbar bleibt

Auch für die Wiener Galeristin Ursula Krinzinger hat Carl Pruscha gebaut. Ihr KRINZINGER Lesehaus befindet sich in Untermarkersdorf und folgt baulich derselben Logik: ein großer Raum im Erdgeschoss, darüber eine Empore. Von außen bleibt das neu gestaltete Innenleben unsichtbar. Die Keller fügen sich harmonisch ins Gesamtbild der Kellergasse. Der Keller beherbergt heute eine Bibliothek für zeitgenössische Kunstmagazine und wird für Lesungen, Diskussionen und Ausstellungen genutzt.

„Hintaus“ ein privater Rückzugsort

„Hintaus“ öffnet sich der Blick in die Landschaft, so wie im Keller von Eva Schlegel.
Da bietet die kleine Holzterrasse einen weiteren privaten Rückzugsort. „Hier ist man mitten in der Natur – ein ,Ausweg‘ aus der dichten Bebauung der Großstadt.
Ein Platz mit enormer Aufenthaltsqualität, übrigens nicht nur für Künstlerinnen und Künstler“, so Carl Pruscha.