Auszeichnung

„Ich bin NÖ bau.kultur.erbe“

Auszeichnung Ich bin NÖ Baukulturerbe (c) Pamela Schmatz

Auszeichnung für fachgerecht sanierte Weinkeller erstmals vergeben

In vielen Weinorten Niederösterreichs stehen sie – alte Presshäuser, liebevoll und fachgerecht renoviert. Damit diese besonderen Gebäude mehr Aufmerksamkeit bekommen, vergibt das Land Niederösterreich die Auszeichnung „Ich bin NÖ bau.kultur.erbe“.

Die ersten 24 Weinkeller wurden im April 2025 im Meierhof in Ulrichskirchen prämiert. Der Sonderpreis der Jury ging nach Maissau an Lukas Bayer.

Weil Vorbilder wirken

„Mit dieser Auszeichnung danken wir allen Kellerbesitzerinnen und Kellerbesitzern für ihre herausragenden Leistungen. Gleichzeitig wollen wir auch andere motivieren, ebenfalls eine Sanierung ins Auge zu fassen, um so das Baukulturerbe Kellergasse gemeinsam zu erhalten“, sagte Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Am Podium diskutierten Expertinnen und Experten des Kellergassenmanagements, des Fachbereichs für Baukultur und Bauliche Angelegenheiten im UNESCO Welterbe sowie der Abteilung Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich, des Bundesdenkmalamts und des Weinviertel Tourismus. Auch damit wurde sichtbar, welchen außerordentlichen Wert Niederösterreichs Kellergassen haben.

Die über 150 Gäste im Meierhof bekamen dazu noch Einblicke aus erster Hand durch Nebenerwerbswinzerin Anna Schöfmann und Kellergassenführer Manfred Breindl. Musikalisch umrahmt hat den Abend das Duo Ramsch und Rosen, moderiert hat Denise Seifert (ORF III).

Tipps aus erster Hand

Wie man sein Presshaus fachgerecht saniert, das skizzierten die Bauberaterinnen und Bauberater des Landes Niederösterreichs: zu traditionellen Materialien greifen, so wenig Verblechungen wie möglich, Türen und Fenster aus Holz und aufs Dach kommen Tonziegel – am besten die Wiener Tasche. „Neben der schlichten Architektur sind es diese einfachen, natürlichen Materialien, die den Charme der Kellergassen ausmachen“, erklärte Baudirektorin Christine Pennerstorfer.

Die prämierten Keller erfüllten diese Vorgaben und können ab sofort die verliehene Plakette an der Fassade anbringen. So wird für alle sichtbar, wie ein fachgerecht saniertes Presshaus aussieht.