Bauherr:innenpreis unterwegs

im Welterbe Wachau

Der Bauherr:innenpreis zählt seit 1967 zu den wichtigsten Auszeichnungen für Baukultur in Österreich. 2026 macht er in der Wachau Station. Das Stift Dürnstein ist der Rahmen für viele weitere Rahmen, die dafür in den barocken Räumen installiert wurden: Einblicke in alle Projekte, die beim Bauherr:innenpreis 2025 nominiert waren oder ausgezeichnet wurden. Mit dabei sind drei Gebäude in Niederösterreich.

Bei der Eröffnung der Ausstellung „Bauherr:innenpreis unterwegs“ im Juli 2026 diskutierte das Podium zentrale Fragen der Baukultur – mit besonderem Blick auf Welterbegebiete wie die Wachau. Welche Verantwortung tragen Bauherr:innen für unser baukulturelles Erbe? Wie kann man historische Ensembles schützen und zeitgemäß nützen? Und welche Werte sollen Architektur und öffentlicher Raum vermitteln?

Das Um und Auf: Gute Planung

Viele Perspektiven wurden aufgezeigt durch die Vertreterinnen und Vertreter der Zentralvereinigung der Architekt:innen Österreichs, des Landes Niederösterreich, des Vereins Welterbegemeinden Wachau und des Bundesdenkmalamts. Aber auch die ausgezeichneten Bauherr:innen aus Niederösterreich kamen zu Wort und waren sich einig: Qualitätsvolle Planung ist das Um und Auf, um wertvollen historischen Bestand behutsam weiterzuentwickeln. Genauso wie ein individueller Zugang – weil jedes Gebäude anders ist.

Im Dialog mit der Dauerausstellung des Stifts Dürnstein

Moderatorin und Architekturpublizistin Franziska Leeb lud die Gäste nach der Eröffnung ein, durch die außergewöhnlichen Ausstellungsräume zu streifen: von der gotischen Säulenhalle und der Empore über Sakristeitreppe hinauf zur Terrasse mit Donaublick. Die Architektur-Projekte treten dabei in Dialog mit der Dauerausstellung des Stifts „Die Entdeckung des Wertvollen“.

Architektur ist mehr als Gestaltung von Gebäuden – sie ist eine Haltung. Dieser Gedanke verbindet die Projekte, die beim Bauherr:innenpreis ausgezeichnet werden. Dafür braucht es Bauherr:innen und Planer:innen, die sich mit der Geschichte des Orts und seiner Baukultur auseinandersetzen. Ganz nach dem Motto: Man soll Vergangenes kennen, um Zukünftiges zu planen. Egal, ob es um den Wohnbau geht, Bildungs- und Kulturbauten oder die Gestaltung und Umnutzung von öffentlichen Räumen.

Die drei vorgestellten Projekte aus Niederösterreich bieten dabei einen interessanten Querschnitt, in dem auch das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle spielt: Bauherr:innenpreisträger ist da zum Beispiel Windkraft Simonsfeld. Der Stammsitz des Unternehmens in Ernstbrunn wurde durch einen Holzskelettbau erweitert. Ein Gebäude, das beispielhaft zeigt, wie unternehmerische Verantwortung aussehen kann – gegenüber Mitarbeitenden, Gesellschaft und Umwelt.

Die Projekte aus Niederösterreich beim Bauherr:innenpreis 2025

  • Erweiterung der Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld, Ernstbrunn (Preisträger)
  • Flusshaus Prinzersdorf (Nominierung)
  • BRG Gröhrmühlgasse, Wiener Neustadt (Nominierung)

Bauherr:innenpreis unterwegs

Ausstellungsdauer bis 16. August 2026
Stift Dürnstein, Dürnstein 1
3601 Dürnstein
Mo-Sa 9-17 Uhr, So und Feiertage 10-17 Uhr
Weitere Informationen: https://www.stift-duernstein.at/besuch/

Mehr Informationen zum Bauherr:innenpreis: https://zv-architekten.at/bauherrenpreis